Gesichtsyoga – Grimassen schneiden oder doch mehr? (Copy)
Ein Gespräch zwischen Melissa Lobert und Tamara Golliez
Melissa Lobert ist Expertin für Systemische Beratung I Inhouse Schulungen I Stress & Burnout Präventionsangebote:
Tamara:
Die Ferien sind vorbei und schon hat der Stress uns wieder…
Melissa Lobert:
Wem sagst du das liebe Tamara, irgendwie merke ich gar nicht mehr, wann Ferien sind oder Feiertage oder Wochenenden…
Stress bedeutet auch oft nur der ganz normale Alltag:
Alles unter einen Hut bringen
Die neuen Ideen aufgleisen
Die normalen Aufgaben des täglichen Business rechtzeitig erledigen
Die Familie muss organisiert und versorgt werden
Einkaufen, Haushalt, Wäsche
Und schon stehen mir die Schweißperlen auf der Stirn, ich denke an meine To-Do Liste, ob alles draufsteht, und die Augen kneifen sich automatisch immer mehr zusammen. Da macht mein Gesicht ganz von alleine, ganz komische Sachen.
Ach ja, da sind doch auch noch Freunde, die Du schon länger wieder treffen wolltest.
Oder mal ins Kino?
Ein Buch lesen…
Entschuldigung, mit diesen Begriffen kann ich gerade gar nichts anfangen.
Du meinst ein Fachbuch lesen, für das nächste Seminar? Ja, davon liegen Drölftausend auf meinem Schreibtisch im Büro…und zuhause…und im Auto liegt auch eins…
Stress muss nicht heissen, dass wir dauernd stark überfordert sind.
Es ist oft nur das Gefühl von
…zu viel, zu laut, zu weit, zu irgendwas
Dennoch ist es bei dem Stress ja so eine Sache – als kurzer Einschub, Stress kann sowohl negativ als auch positiv sein- also wachstumshemmend und wachstumsfördernd. Hier reden wir auch von beiden Formen, denn sowohl bei Eu- als auch Distress neigen wir dazu mit unseren Gesichtern … naja Grimassen zu schneiden.
Ich sollte noch….
Nur noch schnell….
Ich schaffe das, aber es ist anstrengend
Boa ist das genial, ich bin total fokussiert und konzentriert bei der Sache, ich wachse gerade über mich hinaus
Und…
Oh weh, dass ich mich im Urlaub so richtig erholt und aufgetankt habe ist im Spiegel schon nicht mehr sichtbar.
Die Linien zwischen den Augenbrauen, die fast verschwunden waren, sind zurück.
Jeden Abend, scheint es, werden die tiefer und stärker sichtbar.
Kennst Du das?
Pffff…nach dem Urlaub?
Aktuell bin ich in einer Hoch Phase einiger Projekte und kann eher sagen tagtäglich.
Kennst du die Augenpads, die für unter die Augen? Feuchtigkeitsspendend?
Das sind die, die ich morgens im Büro, bevor ich Termine habe auflege und die binnen weniger Sekunden zusammengezogen sind wie Rosinen, weil die gesamte Feuchtigkeit aufgesogen wurde 😊
Da gibt’s einen ganz einfachen Trick…
Da bin ich aber gespannt! Das brauche ich dringend…und PS für das «ganz einfach» finde ich dich gerade unglaublich unsympathisch – ganz einfach, tzzz wäre es ganz einfach hätte ich es doch schon längst gemacht! Oder liegt es daran, dass ich es bisher gar nicht kannte… ich warte nochmal ab, denn eigentlich finde ich dich äußerst sympathisch 😅
Du lernst mit FaceYoga diese Muskeln nicht mehr zu aktivieren, nicht zu lähmen wie mit Botox, sondern gezielt zu entspannen.
Übrigens: Dieser Tipp ist auch für alle Leser*innen dort draußen, es kann wirklich jede und jeder diese einfache Übung in seinen Alltag einbauen.
Ab wann sollte man damit denn anfangen- gibt es einen Punkt an dem Hopfen und Malz verloren ist?
Hopfen und Malz ist im Muskeltraining nie verloren. Egal welche Übungen man macht…für die Katz ist es nie….
Muskeln können in jedem Alter trainiert werden….
Das ist ja schon einmal eine gute Grundlage, heißt «da geht noch etwas» in meinem Gesicht.
Dass wir mit 60 oder 80 nicht mehr unbedingt einen Marathon laufen werden, wenn wir bis jetzt nicht trainiert haben, ist wohl allen klar.
Ich laufe dir noch nicht mal mit Mitte 30 einen Marathon :-D
Im Gesicht ist es ähnlich, wenn wir 60 oder 80 Jahre lang die Muskeln falsch aktiviert haben, werden wir anschließend mit FaceYoga nicht wieder wie 20 aussehen.
Abgesehen davon, dass will ich definitiv nicht mehr.
Nicht?
Die Lebenserfahrung bleibt sichtbar, doch die Durchblutung wird gesteigert, die Haut sieht frischer und praller aus und die Muskulatur darunter gestrafft. Das schadet nie.
Und ja, diese Übungen sind wirklich nicht so schwer.
Sagst du, aber was ist mit Menschen wie mich oder die Menschen da draußen, die gerade den Newsletter lesen.
Ist das für die auch gar nicht so schwer?
Ist das Übungssache?
Kann das jeder?
Aber natürlich, denn:
Dieses unsägliche Zusammenkneifen ist ein Reflex, den Du und wir alle, uns über die Jahre angewöhnt haben.
Oh ja, wie oft wird mir gesagt «Bist du sauer» und dabei denke ich nur und bin konzentriert.
Denn, wusstest Du oder wussten Sie da draußen, dass der Stirnmuskel ununterbrochen die «Arbeit» der Ringmuskulatur um die Augen übernimmt?
Wenn ich müde Augen habe
Es mich blendet
Ich etwas detailliert betrachten möchte
Dann ziehen wir automatisch die Stirn zusammen, anstelle die Augen zu verengen.
Ich probiere es gerade mal bewusst aus, Augenbrauen hoch, Augen zusammenkneifen, bewusstwerden, dass ich während des Schreibens schon wieder unbewusst die Stirn ein wenig zusammengezogen habe.
Ziemlich doof und vor allem bringt uns das außer Falten gar nichts.
Wie kannst Du, bzw. wie können Sie da draußen nun den Stirnmuskel überlisten?
Mit Post-Its!
Hä?
Nein, Du brauchst nichts zu notieren.
Notieren kann ich, so grundsätzlich und Post its liebe ich. Gut aber nicht notieren, sondern zuhören. Was genau soll ich tun?
Klebt Euch ein Post-It auf die Stelle, wo Ihr immer reflexartig die Knitterfalte produziert.
Direkt über die Zornesfalte, oder die Querfalten der Stirn.
Wenn Ihr entspannt seid, spürt Ihr nichts, sobald der automatische Reflex einsetzt, stört Euch das Post-It….
Ihr werdet Euch Eurer schlechten Angewohnheiten bewusst, und lernt so, die Stirn sofort wieder zu entspannen.
Ai ai ai – und das sollte man einsetzen und üben bevor man in ein Meeting mit 20 Leuten geht. Obwohl lachen ist ja auch gesund – aber davon bekommt man ja auch Falten. Oder…oder ich klatsch jedem ein Post it ins Gesicht und wir «Faceyogern» zusammen…
Okay, ich würde das machen, sobald ich mich an den Computer setze, oder zuhause vor dem TV oder beim Lesen. Genau da mache ich oft unbewusste Mimik-Falten und ich bin mir sicher, dass erlebst Du oder Sie nicht anders.
Zusätzlich kann es helfen, die Stirn immer wieder von der Mitte nach aussen-oben ausstreichen.
Das entspannt.
Eine kleine Massage für die Stirn, das mach ich tatsächlich oft unbewusst – das Streichen, als ob ich mir die Schwere aus dem Gesicht rausstreiche:-D
Ja genau, mit ein wenig Druck und vor allem bei eingecremter Stirn…damit die Finger schön gleiten.
Aber sag mal wo kommt den Gesichtsyoga eigentlich her?
Diese Frage bekomme ich oft zu hören.
FaceYoga ist eine logische Weiterentwicklung des «normalen» Yogas.
Es geht um die Körperwahrnehmung, die ganzheitliche Vorgehensweise und die Möglichkeit die Gesichtsmuskulatur als Teil des Körpers auch zu trainieren. Entwickelt hat es eine Japanerin, die nach einem schweren Unfall gemerkt hat, dass ihr ganzes Gesicht durch die Verletzung des Körpers asymmetrisch geworden ist.
Welche Vorteile hat Gesichtsyoga insgesamt?
Sicht- und spürbar Vorteile:
1. Die Haut sieht frischer aus, und zwar schon direkt nach den Übungen
2. Die Durchblutung der Haut wird gesteigert…. Sie wirkt rosig und praller
3. Verspannungen können sofort gelöst werden, oder rechtzeitig angewendet, sind gar nicht so stark spürbar
4. Schlechte Angewohnheiten werden reduziert
5. Die Ausstrahlung verändert sich und das ist gerade für den Vertrauens-Aufbau wichtig.
Der erste Eindruck zählt und wir alle vertrauen lieber jemandem der uns anlächelt, als einem sauertöpfischen Gegenüber
Optische und andere Vorteile:
1. FaceYoga ist kaum zeitaufwändig, mit 5-10 min/Tag seid Ihr gut dabei
2. Es ist nachhaltig, denn diese Übungen kann man immer und überall anwenden – sogar im Meeting, dezent oder auffällig, es bleibt Ihnen überlassen
3. Zu 100% natürlich, wir brauchen bloß die eigenen Muskeln und die Finger, um zwischendurch zu unterstützen
4. Es ist kostengünstig! Botox und Co., oder auch teure Kosmetik - welche niemals in die untersten Hautschichten eindringen können - sind viel teurer. Auch langfristig.
5. Meine «Geräte» sind immer dabei: - Mein Gesicht und meine Hände
Für diese Übung fällt als einziger Kostenpunkt ein Blöckchen mit Post-ist an.
Ich finde besonders attraktiv, dass ich nicht zicht Geräte benötige und dass ich es wirklich überall machen kann. Übrigens ich habe gerade ein Post it im Gesicht – ein grünes, für die Hoffnung 😂
So sieht es aus, probieren Sie es gern mal aus, ich bin mir sicher Sie werden so diese unnütze Angewohnheit los.